Wird eine Malaria-Infektion nicht rechtzeitig erkannt und erfolgreich mit entsprechenden Medikamenten behandelt, kann es zu gefährlichen Spätfolgen kommen, die im Schnitt jeden 3. Erkrankten töten.
So kann es bei einer Infektion mit dem gefährlichsten Malaria-Parasiten (Plasmodium Falciparum) nach einiger Zeit zu Schäden im Gehirn, der Lunge, dem Herzen und in den Nieren kommen.
Wie entstehen diese Komplikationen?
Der Parasit dringt in den menschlichen Körper ein, gelangt dort durch die Blutlaufbahn in die Leber und reift dort. Ist er ausgereift, beginnt er, die roten Blutkörperchen anzufallen. Dieser Vorgang geschieht bei dem Plasmodium Falciparum in sehr kurzer Zeit, da der Parasit nicht lange Zeit in der Leber zu verweilen braucht.
Greift der Parasit die roten Blutkörperchen an, platzen diese. Dieses Platzen der Blutkörperchen führt zu einem Malaria-Schock. Durch diesen Schock und die Ansammlung der geplatzten Blutkörperchen kann es zu Schäden im Gehirn kommen, da keine ausreichende Sauerstoffversorgung mehr vorliegt.
Weitere Folgen
Nach der Beeinträchtigung von Gehirn, Lunge, Herz und Nieren kommt es in der Regel zu Krampfanfällen, die in einem Drittel aller Patienten zum Tod führen. Bei Schwangeren oder Kindern sowie älteren Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist diese Rate sogar noch höher.
Eine Malaria-Infektion der Mutter hat ebenfalls Auswirkungen auf das ungeborene Kind, so kann es beispielsweise zu einem niedrigeren Geburtsgwicht kommen und das Immunsystem wird schon vor der Geburt geschwächt.
Lösungsansätze
Spätfolgen treten in der Regel nur auf, wenn die Malaria-Infektion nicht rechtzeitig behandelt wird. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie bei ersten Malaria-Symptomen sofort zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen.
Weiter ist es sinnvoll, schon vor Reiseantritt in gefährdete Gebiete mit der Medikation anzufangen und geignete Schutzkleidung zu tragen.
