2012 starben weltweit ca. 1,24 Millionen Menschen an Malaria tropica. Das sind doppelt so viele, wie WHO angenommen hatte.
Malaria ist nach wie vor eine gefährliche Krankheit, die oft tödlich endet. Bisher ging die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer davon aus, dass überwiegend jüngere Menschen, also Kleinkinder, daran sterben. Nun hat sich herausgestellt, dass gerade mal die Hälfte der Todesfälle jünger als 5 Jahre waren. Rund 525.000 Menschen waren älter, als sie an Malaria tropica starben.
Seit einigen Jahren ist die Zahl der Malariatode allerdings eher rückläufig, 2004 waren es noch über 1,8 Millionen weltweit. Grund hierfür dürfte die gute Aufklärung und die Versorgung mit Medikamenten auch in entlegenen Gebieten der Erde sein.
2009 seien beispielsweise mehr als 2 Milliarden Dollar in die Prävention von Malaria investiert worden und in den letzten 10 Jahren hat man mehr als 230 Millionen imprägnierte Moskito-Netze verteilt. Ebenfalls seien über 200 Millionen Menschen behandelt worden.
In Deutschland erkrankten in der letzten Dekade am meisten Menschen an Malaria im Bundesland Hamburg. Die Zahlen gehen nach wie vor zurück (bis auf einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorhjahr in 2011), aber Menschen in Hamburg erkranken tendenziell am häufigsten an Reisekrankheiten.
Allgemein muss man leider auch im Rest Deutschlands feststellen, dass die Anzahl der Malaria-Neuerkrankungen wieder angestiegen ist:
Die Zahl der 2010 gemeldeten Fälle erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 17%. Sie war von 2006 bis 2009 annähernd gleich geblieben.
